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Weitere Projekte

Aqua and Agriculture Initiative

Etwa 140 km östlich von Nairobi leiden die Kinder der dortigen Grundschule „Mulenyu Primary School“ enorm unter dem Klimawandel und der starken Trockenheit. Daher wurde von den beiden Studenten Amos Maranga Atima und Elias Shamala Muhatia der Verein „Aqua and Agriculture Initiative“ in Kenia gegründet. Sie wollen Lösungen für die lokalen Probleme der Wasserknappheit und der unzureichenden Wasserqualität entwickeln. Der Verein „Bildung fördert Entwicklung“ unterstützt Amos und Elias nicht nur durch ein Stipendium, sondern auch durch die aktive Wissensvermittlung (z. B. durch ein mehrmonatiges Umweltpraktikum bei der Stadt Trier unter hoher fachlicher Expertise).  Für das Projekt konnten wir 2019/2020 beim Bazar International Luxembourg ca. 10.000 € an Spenden sammeln. Eine mit dem Trierischen Volksfreund initiierte Spendenaktion erzielte darüber hinaus weitere Gelder, wodurch mehrere Wassertanks mit jeweils 15.000 Litern finanziert und errichtet werden konnten. So wird nicht nur Regenwasser aufgefangen, sondern es werden auch die langen Wegstrecken zu Brunnen mit kontaminiertem Wasser wegfallen. Gerade hier besteht jedoch noch Handlungsbedarf. Der Verein arbeitet derzeit an der Errichtung eines Wasserlabors und an Wasseraufbereitungssystemen, um die Wasserversorgung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu verbessern. Weitere Informationen über das Projekt „Aqua and Agriculture Initiative“ finden sich sowohl auf dessen Website (https://aquaai.org/) als auch in unserem 6., 15., und 22. Newsletter.

 


Bibliothek im Slum Mathare

Ein uns vertrauter ehemaliger Student, John Wesonga Mang’eni, gründete 2018 die erste Bibliothek im Slum Mathare, die „Mathare Community Centre Library“ mit dem Titel „A Glimmer of Hope“ (Strahl der Hoffnung). Allein im Slum Mathare leben über 400.000 Menschen von den insgesamt mehr als 2 Millionen Slumbewohnern in Nairobi. Dass diesen nun eine Bibliothek, eingerichtet in einer ehemaligen katholischen Kirche, zur Verfügung steht und somit den Ärmsten der Armen freier Zugang zu Wissen und Bildung ermöglicht wird, ist ein entwicklungspolitischer Meilenstein. Viele Slum-Bewohner haben seit der Eröffnung der Bibliothek ihre Wertschätzung ausgedrückt. Unser Verein hat die Bibliothek sowohl finanziell wie auch materiell unterstützt. Zahlreiche Trierer*innen, unter anderem Nadja Sartisson vom Fitnessstudio Mrs. Sporty, welche 200 englischsprachige Bücher und sowie eine Geldspende beisteuerte, förderten seitdem das Projekt. Wir sind jedem Menschen dankbar, der mithilft, dieses Projekt weiterhin zu unterstützen.

 

Das Angebot der Bücherei in Mathare konnte seit kurzem durch einen Computer-Kurs erweitert werden. Dazu wurden insgesamt sechs Laptops durch den Verein “Leapfrog” zur Verfügung gestellt. George Wanjala, Mitglied unseres Vereins, führt seitdem mehrere Computer-Trainingskurse durch. Weitere Informationen zur Bibliothek finden Sie auf dessen Website.

 

Bibliothek
Bücher
Zitat

Bildungs- und Kulturzentrum

Die ehemals von uns geförderte erste Bibliothek im Slum Mathare in Nairobi wird seit Januar 2021 zu einem Bildungs- und Kulturzentrum erweitert (siehe Fotos vom Umbau weiter unten). In diesem Zentrum sollen zukünftig verschiedene Veranstaltungen/Seminare stattfinden, die vor allem das Ziel haben, den Zusammenhalt einer häufig ethnisch zerstrittenen Gesellschaft zu fördern. Darüber hinaus wird dieses Zentrum auch dazu beitragen, Jung und Alt zusammenzuführen. Geplant sind u.a. Veranstaltungen zur politischen Bildung, Lehrer*innenfortbildungen, Gesundheitsberatung, Friedensarbeit und Umweltschutz, Musik- und Tanzveranstaltungen sowie auch Dichterlesungen von jungen Autoren aus dem Slum, die über ihr Leben, ihre Herausforderungen, aber auch über ihre Zukunftsvisionen berichten. In Erinnerung an die ehemalige Kirche sollen hier auch regelmäßige Bibelstunden durchgeführt werden. Die Slumbevölkerung erfährt dadurch eine bisher nicht gekannte Wertschätzung und wird die Erfahrung machen, dass vieles auch in eigener Regie geplant und durchgeführt werden kann. Jede*r ist dazu eingeladen, die eigene Kreativität einzubringen und das Leben im Slum aktiv mitzugestalten. Dass Zivilgesellschaften etwas aus eigener Kraft auf die Beine stellen können und weil die kenianische Regierung nie ein Herz für solche wichtigen Erneuerungsmaßnahmen im Slum hat, verdient dieses Projekt unsere allerhöchste Anerkennung! Und wir sind stolz darauf, ein Teil dieses Projektes zu sein!

Die Einweihung des Zentrums wird hoffentlich bald stattfinden können, weil der Bau schon sehr weit fortgeschritten ist. Dazu wollen wir auch die deutsche Botschafterin in Kenia rechtzeitig einladen, damit sie bei dieser Gelegenheit ein Grußwort sprechen kann. Wir freuen uns schon auf dieses großartige Ereignis. Allen Spender*innen, die diese Umbaumaßnahme mitfinanziert haben, danken wir von Herzen.

Wesonga
Umbau
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